Danke für die Einordnung. Das mit den Leidensjahren sehe ich auch so. 50g Fleisch am Tag ist deutlich mehr als ich meinte, ich meinte eher sowas wie 50g im Monat, dachte mir schon dass das Verhältnis ansonsten eng wird, aber die genauen Zahlen hatte ich so noch nie gegenübergestellt. Auf jeden Fall interessant, das wirklich mal so quantitativ zu betrachten, ich glaube es gibt mir auch selbst eine Einschätzung über den "Wert" meines gelegentlichen Milchproduktekonsums. Vom Fleisch bin ich eigentlich weg.
amelia
Kann ich dich bitten in Zukunft die Formulierung "wer sich hauptsächlich pflanzlich ernährt" zu erwägen?
Ich denke, ich verstehe warum du das wünschst, ich würde aber 3 Dinge dagegen halten
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ist "vegan" eine völlig gängige Bezeichnung für rein pflanzliche Lebensmittel, es gibt immerhin auch das "vegan"-Label und nicht das "pflanzlich"-Label
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kann jemand, der 2x im Jahr Fleisch und ansonsten rein pflanzlich lebt das trotzdem aus moralischen Motiven machen, nicht jeder findet Fleisch automatisch eklig nur weil er verstanden hat, dass Tiere ausbeuten scheiße ist
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ist das genau dieser religiöse Umgang mit den Kategorien, den ich für kontraproduktiv und schädlich halte, weil er nur dazu führt, dass sich Leute, die eigentlich auf der selben Seite stehen, gegenseitig fertig machen, so wie im Ansatz jetzt zB wahrscheinlich du und ich. Konzentrieren wir unsere Energien doch lieber darauf, effektiv Tierleid zu reduzieren, und das gelingt am besten da, wo nicht noch die letzten 2% zum perfekten Veganer rauszuquetschen sind, sondern zB da wo jeden Tag Fleisch gegessen wird und das sinddeutlich mehr Leute.
Deswegen finde ich eigentlich auch, dass jemand, der primär vegan lebt, aber hin und wieder mal etwas Fisch oder Fleisch isst, wahrscheinlich besser handelt als jemand, der "streng vegetarisch" ist, aber jeden Tag Milchprodukte isst. Bin generell dafür, dass wir diese Kategorien daher etwas weniger religiös behandeln und lieber darauf schauen, was der tatsächliche Effekt und Sinn des Ganzen ist.
Das ist jetzt Satire, oder?
Die Formulierung "Der nationale Ethikrat empfiehlt die Anhebung der Frist von der aktuell 12. auf die 18. Schwangerschaftswoche. Die Presse ist geteilter Meinung." suggeriert halt irgendwo, dass die Meinung der Presse genauso oder sogar wichtiger sei als die des Ethikrates.
I would also assume that if someone who looks like a James introduces themselves as Samantha, it's absolutely fine to ask for the correct pronouns, or ask them to confirm it's female pronouns. Samantha would probably actually appreciate it.
Haben die irgendwie Flyer oder so, die man bestellen kann? Würde auch dafür bezahlen. Finde aber nirgendwo was.
Bei mir das gleiche. Insofern hat es sich gelohnt.
This can't be true. Are you serious?
Verstehe irgendwie nicht, wieso du mit hohem Druck mehr Haftung haben solltest?
I would have appreciated if the bottom right panel said "Hold my benzos" instead.
Ich sprach auch von "vegan ernähren" nicht von "vegan sein". Wenn der Begriff 2 verschiedene Dinge bezeichnet (Produkteigenschaft und Weltanschauung), musst du wohl oder übel damit leben, dass die Bedeutung nicht immer die gleiche ist. Davon abgesehen sollte man meines Erachtens auch durchaus eine "vegane Weltanschauung" haben dürfen - in dem Sinne dass man für sich im machbaren Maß versucht Tierleid zu reduzieren und das auch ernst meint - ohne dass man zu absolut unumstößlichen 100% Tierprodukte vermeidet. Aber das ist ein anderes Thema.
Und dieser "Leute nur manchmal schlagen ist auch nicht ok"-Vergleich hinkt halt. Der Unterschied ob ich ein Stück Fleisch esse oder nicht ist nicht der gleiche wie wenn ich jemanden schlage oder nicht. Kein Fleisch zu konsumieren rettet rein unmittelbar kein einziges Tierleben, genau wie ein Stück Fleisch vom Buffet zu nehmen und zu essen kein Tier tötet. Der Effekt ist viel indirekter, über die geringere Nachfrage wird irgendwann in der Zukunft wahrscheinlich ein Tier weniger leiden müssen. Weder hilft man damit den Tieren, die jetzt aktuell leiden, noch denen, die bereits tot sind und als Fleisch im Supermarkt liegen. Und eben weil der Effekt statistischer Natur und in die Zukunft gerichtet ist und nicht direkt kausaler Natur ist, lässt sich das mit Schlagen einfach nicht vergleichen. Statt es mit Leuten zu vergleichen, die Ausländer schlagen, wäre es z.B. eher vergleichbar damit, dass man sich Mühe gibt, keine xenophoben Denkmuster zu perpetuieren. Und hier wäre es eben auch albern, wenn sich jemand nicht als Antirassist bezeichnen dürfte, wenn er seinen eigenen internalisierten Rassismus z.B. noch nicht perfekt hinterfragt und abgelegt hat - solange er sich z.B dieses Makels eben bewusst ist und versucht, etwas dagegen zu tun.